
Rettungsversuche für das Internet
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| verfasst von: Alex Wolschann | 13|4|2007 | |
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| Gemessen an seinen Ursprüngen ist das Internet in seiner heutigen Form als klarer Erfolg zu werten. Tagtäglich wird es von Hunderten von Millionen Menschen für geschäftliche oder private Zwecke genutzt. Kaum ein Bewohner der westlichen Welt kann sich noch ein Leben ohne Web-Zugang vorstellen. Wissenschaftler fürchten nun, dass die Infrastruktur des Internets künftigen Anforderungen nicht standhalten wird. Sie arbeiten an einem grundlegenden Umbau. |
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Gemessen an seinen Ursprüngen ist das Internet in seiner heutigen Form als klarer Erfolg zu werten. Tagtäglich wird es von Hunderten von Millionen Menschen für geschäftliche oder private Zwecke genutzt. Kaum ein Bewohner der westlichen Welt kann sich noch ein Leben ohne Web-Zugang vorstellen. In einem schlechteren Licht erscheint das "Netz der Netze" allerdings, wenn man Robustheit und Sicherheit als Maßstab nimmt oder überlegt, welche Anwendungen dem Internet künftig im großen Stil zugemutet werden. Skeptiker gehen davon aus, dass das Web schon bald an seine Grenzen stößt. Verantwortlich dafür seien die zu erwartenden Multimedia-Anwendungen sowie die zahlreichen Endgeräte, die künftig am Internet angebunden sein werden. Die Palette reicht von mobilen Gadgets über Telefone, Autos, Haushaltsgeräte und RFID-Tags. Zuvor könnten aber bereits die Massen von Spammern, Hackern, Phishern und Cyberterroristen die Herrschaft über das Internet ergreifen. VERKNÖCHERTE STRUKTUR Zu den Eigenschaften, die aktuell am dringlichsten vermisst werden, zählen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. "Vor zehn Jahren hatten viele gedacht, das Internet in naher Zukunft für alle möglichen Aufgaben nutzen zu können, von der Kontrolle des Flugverkehrs bis hin zur Telechirurgie ", erklärt Nick McKeown, Assistenzprofessor für Informatik an der Stanford University. "Wäre es so weit gekommen, würde ich persönlich nicht mehr fliegen, geschweige denn, mich remote operieren lassen." Als Leiter des Forschungsprojekts "Clean Slate Design for the Internet" beschäftigt sich McKeon damit, Wege zu finden, die Engpässe im World Wide Web ein für alle Mal zu beseitigen. Die zentrale akademische Fragestellung lautet dabei, wie man - basierend auf dem heute vorhandenen Wissen - eine weltweite Kommunikationsinfrastruktur neu aufbauen würde. Ausgehend von der resultierenden Blaupause könnte man anschließend überlegen, wie sich dieses Modell realisieren lässt, erklärt McKeon. Dass sich die aktuellen Missstände auf Dauer mit konventionellen Methoden beheben lassen, bezweifelt der Wissenschaftler. Das World Wide Web sei inzwischen so verknöchert, dass es nicht mehr reiche, wenn ein paar weitere Löcher gepatcht oder zusätzliche Workarounds entwickelt würden.
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